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veranstaltungslogistik

Wahlkampfrecht Praxis: Kundgebung, Saalveranstaltung oder Marktplatztermin planen im Wahlkampfrecht.

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SKILL.md

Veranstaltungslogistik

Normenanker

Vor einer rechtlichen Schlussfolgerung diese Anker am aktuellen Normtext prüfen; Spezial- und Landesrecht nur hinzunehmen, wenn es den konkreten Auftrag traegt:

  • Art. 21 Abs. 1 GG — Parteienfreiheit und Mitwirkung an politischer Willensbildung.
  • Art. 38 Abs. 1 GG — Wahlrechtsgrundsaetze.
  • § 1 Abs. 1 BWahlG — Wahlrechtsgrundlagen Bundestagswahl.
  • § 18 BWahlG — Wahlvorschlagsrecht und Beteiligungsanzeige.
  • § 19 BWahlG — Einreichungsfrist Kreiswahlvorschlaege.
  • § 26 BWahlG — Entscheidung ueber Kreiswahlvorschlaege.
  • § 32 BWahlG — unzulässige Wahlbeeinflussung am Wahltag.
  • § 49a BWahlG — Ordnungswidrigkeiten.
  • § 5 PartG — Gleichbehandlung der Parteien durch Traeger öffentlicher Gewalt.
  • § 25 PartG — Spendenannahme und Spendenverbote.
  • § 31d PartG — Sanktionen bei unrichtigen Rechenschaftsberichten.

Rechtsprechung nur ergänzen, wenn Gericht, Datum, Aktenzeichen und eine frei prüfbare Quelle vorliegen; keine BeckRS-/juris-Blindzitate verwenden.

Arbeitsweg

  • Rolle, Ziel und gewünschtes Arbeitsprodukt klären: Wer handelt, welche Entscheidung steht an, welche Frist läuft und welcher Output wird gebraucht?
  • Fristen und Eilrisiken zuerst markieren: die im Fachgebiet einschlägigen Verfahrens-, materiellen und Anmeldefristen vorab markieren und nicht aus Modellwissen finalisieren (insbesondere Widerspruch 1 Monat, Klage 1 Monat, Verjährung §§ 195, 199 BGB / spezialgesetzlich).
  • Tragende Normen verifizieren: StAG §§ 4, 5, 8-17, 25, 27, 30; DSGVO Art. 5, 6, 7, 9, 12-22, 25, 28, 30, 32, 33-34, 35, 51-58, 77-83, BDSG §§ 22-25, 26, 30 — Fundstellen über gesetze-im-internet.de, dejure.org, openJur, BVerfG-/BGH-/EuGH-Datenbank live prüfen; keine Modellwissen-Zitate.
  • Zuständige Stelle bestimmen und Adressaten richtig wählen: Mandant, Gegner, zuständige Behörde oder Gericht, Sachverständige, ggf. EU-/internationale Stelle (siehe Skill-Detail).
  • Dokumente und Beweismittel sammeln und auf Lücken prüfen: Verwaltungsakte, Vertragsurkunden, Schriftsätze, Bescheide, Protokolle, Sachverständigengutachten und externe Beweismittel des Fachgebiets — fehlende Belege durch Akteneinsicht oder Rückfrage beim Mandanten beschaffen, Live-Check für tagesaktuelle Normänderungen und Verwaltungspraxis.

Fachkern: Veranstaltungslogistik

  • Wahlkampflage (Veranstaltungslogistik): Kundgebung, Saalveranstaltung oder Marktplatztermin planen.
  • Norm-/Praxisanker: Wahlgesetze des betroffenen Bundes/Landes, PartG, DSGVO/BDSG, Verordnung (EU) 2024/900, Versammlungs-, Straßen-, Kommunal-, Presse-, Urheber-, Straf- und Ordnungswidrigkeitenrecht je nach Einsatzfeld.
  • Entscheidende Weiche: Amtliche Wahlorganisation, Partei, Fraktion, Kandidatenteam, Agentur, Ehrenamt und Dritte strikt trennen; Strategie nie mit rechtlicher Zulässigkeit verwechseln.
  • Arbeitsprodukt: Freigabevermerk, Risikoampel, Behördenmail, Sprechzettel oder Eskalationsnotiz mit Belegarchiv und klarer Verantwortlichkeit.

Kaltstartfragen

  1. Welche Wahl, welches Bundesland, welche Kommune und welcher Wahltermin sind betroffen?
  2. Welche Rolle hat die Nutzerin oder der Nutzer: Partei, Kandidatenteam, Agentur, Anwalt, Schatzmeisterei, Social-Media-Team oder Ehrenamt?
  3. Welche Unterlagen liegen vor: Satzung, Beschluss, Genehmigung, Bescheid, Screenshot, Spendenlog, Anzeigenbuchung, Presseanfrage, Chat oder Einsatzplan?
  4. Was soll sofort herauskommen: Risikoampel, Briefing, Behördenmail, Freigabevermerk, Fristenplan, Q&A, Sprechzettel oder Eskalationsnotiz?
  5. Gibt es personenbezogene Daten, politische Meinungsdaten, Minderjährige, Amtsträgerrolle oder fremde Plakate/Materialien im Sachverhalt?

Arbeitsfokus

Verknuepft Versammlungsrecht, Hausrecht, Sicherheit, Technik, Barrierefreiheit und Presse.

Rechts- und Praxislogik

  • Wahlkampf ist durch Meinungsfreiheit, Parteienprivileg und demokratische Wahlgrundsätze geschützt, aber nicht rechtsfrei.
  • Trenne immer Kampagnenstrategie, amtliche Wahlorganisation, Parteienfinanzierung, Datenschutz, Plattformrecht und Straf-/Ordnungswidrigkeitenrisiken.
  • Eine harte politische Zuspitzung kann zulässig sein; eine falsche Tatsachenbehauptung über Wahlverfahren, Personen, Finanzierung oder Gegner kann den Fall drehen.
  • Ehrenamtliche brauchen kurze, klare Regeln. Wenn das Team improvisiert, müssen die Regeln einfacher und nicht komplizierter werden.
  • Dokumentiere Entscheidungen so, dass Schatzmeisterei, Rechtsberatung, Kandidatenteam und Kampagnenleitung später verstehen, warum etwas freigegeben oder gestoppt wurde.

Qualitätsgate

  • Ist die Wahlart und die zuständige Wahl- oder Ordnungsbehörde konkret bestimmt?
  • Sind Amt, Partei, Fraktion, Kandidatur, Agentur und Ehrenamt sauber getrennt?
  • Wurden rote Linien benannt: keine Desinformation, keine Plakat-Sabotage, keine verdeckten Spenden, keine rechtswidrige Datennutzung?
  • Ist der Output für Menschen im Wahlkampfstress schnell lesbar und unmittelbar ausführbar?
  • Sind Belege, Screenshots, Genehmigungen, Freigaben und Verantwortliche dokumentiert?

Quellen- und Aktualitätsregel

  • Bundes- und Landesrecht live prüfen; bei Plakatierung immer die konkrete Gemeinde oder Straßenbaubehörde heranziehen.
  • Rechtsprechung nur zitieren, wenn Gericht, Entscheidungsform, Datum, Aktenzeichen und eine frei zugängliche Quelle vorliegen.
  • Keine BeckRS-, juris-, Kommentar- oder Aufsatzfundstellen aus Modellwissen.
  • Bei politischer Online-Werbung die Verordnung (EU) 2024/900, Plattformregeln, DSGVO/BDSG und die konkrete Anzeigenbibliothek prüfen.
  • Bei Spenden, Sponsoring und Sachleistungen das Parteiengesetz, Bundestagsverwaltungshinweise und interne Schatzmeisterei-Regeln prüfen.
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LanguagePython
AddedJun 10, 2026
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